Where the good stuff comes from: Bowmore

  • von
Bowmore Whisky Distillery

Uralt und mitten im Ort Bowmore befindet sich die Destille. Wohl einer der legendärsten Islay Destillen und unter Japanern definitiv der „Islay Liebling“. Das mag eventuell damit zusammenhängen, dass Bowmore seit 1994 zur japanischen Suntory Gruppe gehört und entsprechend dort geworben wird, aber Bowmore ist ohne Frage eine Legende.

Im Gegensatz zu vielen anderen Destillen, fokussiert man sich bei Bowmore auf die Single Malts. Wenig geht in Blends und wenig geht an unabhängige Abfüller – leider. Umso erfreuter waren wir, dass wir vor kurzem einen 23 Jahre alten „unabhängigen Bowmore“ von Single Malts of Scotland erwerben konnten. 

Typisch für Bowmore ist die Lagerung in Sherry Fässern. Bourbon Abfüllungen sind nicht die Regel. Die Torfnote ist deutlich. Dazu gesellt sich das typische Islay Salz. Hier erwähnt man immer gerne die Lagerhäuser, die bei Flut über einen Meter im Salzwasser stehen. Lagerhaus ist das Stichwort: als Besucher sollte man unbedingt das Warehouse No 1 besichtigen. Hier erinnert NICHTS mehr an unsere Zeit, man fühlt sich wie in den Anfangsjahren der Destille. Nicht zu reden von den Schätzen die dort gelagert werden.

Namedropping: Jim McEwan. Den meisten fällt bei diesem Namen sofort „Bruichladdich“ ein. Aber es muss einem sofort auch „Bowmore“ einfallen. Jim begann mit einer Küferlehre bei Bowmore. Im Alter von 22 Jahren hatte er bereits die Verantwortung über die Warehouses und wurde später Distillery Manager und prägte die Destille. 

Was erwähnte eigentlich Alfred Barnard 1887 in seinem  Buch „The Whisky Distilleries of the United Kingdom“ über Bowmore?

We found the coach drive from Port Ellen to Bowmore one of the most uninteresting that we had ever experienced. During the journey of four hours we saw but two or three habitations, and scarcely any trees; in all our wanderings we have never travelled by such a dismal and lonely road.

Ich musste leicht schmunzeln. Offensichtlich war die Straße von Port Ellen nach Bowmore 1887 nicht unähnlich der heutigen Straße. Aber uninteressant finde ich den Weg durch das Moor bis heute nicht. Es ist aber immer wieder faszinierend, dass sich in ca. 130 Jahren manche Dinge nicht wirklich geändert haben.

Bowmore
P.S.: wer die Destille von dieser Ansicht aus sieht, sollte schnell weitergehen. Nein, es ist nicht verboten dort zu stehen. Dort trifft sich die Jugend aus Bowmore und man sollte ihnen als Tourist dort mal etwas Ruhe gönnen 😉


Bowmore im Shop

Schlagwörter:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.